Warum ist WordPress so erfolgreich?

Als kostenloser Baukasten inklusive kostenloser URL für den eigenen Blog im Internet, beginnt im Jahr 2003 die Geschichte des aktuell erfolgreichsten Content Management Systems.

WordPress liegt nach den Recherchen der Statistik-Portale statista.com und w3techs.com (Stand: 09.10.2015) mit einem weltweiten Marktanteil von fast 60% weit vor dem zweiten und dritten Platz, der von Joomla mit 6,6% und Drupal mit 5% belegt wird.

Marktanteile der drei am häufigsten verwendeten Content-Management-Systeme

58,7%

WordPress

6,6%

Joomla

5%

Drupal

Quelle(Stand: 09.10.2015): w3techs.com

Diese drei Content-Management-Systeme repräsentieren nur einen Bruchteil der gängigsten Content-Management-Systeme. Die „List of content management systems“ gibt hier einen umfangreichen und interessanten Überblick. Content-Management-Systeme lassen sich durch ihr Lizenzmodell und die ihnen zugrundeliegende Softwareumgebung unterscheiden. Trotz der Unterschiede bleibt die Aufgabe aller Content-Management-Systeme aber immer die Datenverwaltung. Diese Datenverwaltung lässt sich wiederum sehr weit aufsplitten. Einmal in die Art und die Menge der Daten, die verwaltet werden müssen und in die Frage, wer die Daten verwalten können muss. Reicht es beispielsweise aus, dass ein Algorithmus vollautomatisch alle eingehenden Daten in einem System bearbeitet und an ein externes System weitergibt? Müssen mehrere Mitarbeiter mit verschiedenen Zugriffsrechten innerhalb des Systems Daten erstellen, verändern, bewerten, analysieren und versenden können? Oder müssen tausende Mitarbeiter und gleichzeitig auch Kunden, mit verschiedenen Zugriffsrechten innerhalb des Systems Daten bearbeiten können? An diesen drei Beispielen wird klar, wieso es so viele verschiedene Content-Management-Systeme gibt und gleichzeitig entsteht ein Ansatz zur Erklärung für den Erfolg von WordPress.

Wordpress war nach seiner Veröffentlichung primär darauf ausgerichtet, die Einrichtung und Verwaltung eines Web-Blogs zu gewährleisten. Anders gesagt hatte WordPress zu Beginn demnach nur eine einzige Aufgabe, die es zu lösen galt: Ein Content-Management-System abliefern mit dem „jeder“, auch über finanzielle Schranken hinweg, in der Lage ist, einen Blog zu erstellen und diesen zu pflegen.

Das Hauptaugenmerk wurde auf die Benutzerfreundlichkeit und die freie Zugänglichkeit der Plattform selbst gelegt. Das Resultat war, dass sehr viele Menschen den kostenlosen Dienst in Anspruch nahmen und sich um WordPress eine Online-Community bildete. Diese Community war maßgeblich an der Weiterentwicklung von WordPress beteiligt und bildet bis heute einen der wichtigsten Pfeiler für die Popularität von WordPress. Mehrere Millionen von WordPress-Blogs weltweit sprechen für sich, könnten aber auch vermuten lassen, dass der ganze Erfolg von WordPress allein damit begründet ist, dass die größtmögliche Zielgruppe bedient und weitgehend auf eine Spezialisierung des Systems verzichtet wurde.

Das Gegenteil ist der Fall! Ein internes Bewertungssystem für freie Erweiterungen und professionelle Angebote durch kommerzielle Drittanbieter haben dafür gesorgt, dass sich WordPress zu einem vollwertigen Content-Management-System entwickeln konnte, dessen Funktionsumfang weiterhin ständig wächst und immer speziellere Problemlösungen anbietet. Um die 10.000 Themes und über 40.000 Plugins für beispielsweise Shopsysteme, Multi-Sites, Mehrsprachigkeit, Suchmaschinenoptimierung, Web-Formulare mit Datenbankanbindung, Social-Networking, Site Caching und Responsive Webdesign, minimieren den Entwicklungsaufwand und damit dem Kostenumfang für eine WordPress-Website enorm.

Mit WordPress lassen sich also leicht, schnell und günstig Webseiten mit einem durchaus beachtlichen Funktionsumfang realisieren. Das und der Umstand, dass für die meisten Webseiten-Projekte die Fähigkeiten von WordPress nicht annähernd ausgeschöpft werden müssen, sind – neben der breit aufgestellten Community von WordPress und der einfachen Benutzerführung des Systems – die Ursachen für einen immer noch ansteigenden Marktanteil von fast 60%.

Nachfolgend eine Liste von Unternehmen die mit WordPress arbeiten.